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Experiment | 06.12.2017

Zucker unter dem Hammer

Zucker, der leuchten kann ohne elektrischen Strom, das geht doch gar nicht. Und ob das geht. Dieser Versuch beweist es dir.

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Material!

  • 1 Hammer
  • Klebeband
  • 1 dunkler Raum
  • Zuckerwürfel
  • 1 harte Unterlage

Howto!
Klebe den Zuckerwürfel mit Hilfe des Klebebandes an den Kopf des Hammers. In einem dunklen Raum schlägst Du fest mit dem Hammer auf den Würfel. Benutze dabei eine harte Unterlage (Holzbrett)! Um das schwache Leuchten zu erkennen, muss der Raum absolut dunkel sein. Deine Augen brauchen mehrere Minuten, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen.

Info!
Zucker der leuchten kann? Ein schwaches, blaugrünes Leuchten ist bei gutem Hinschauen tatsächlich zu sehen. Damit etwas leuchtet muss es Energie dazu haben. Hier ist es nicht elektrische Energie, wie bei der Glühlampe, sondern die Energie des Hammerschlags. Es leuchtet nicht der Zucker sondern Teile der Luft, die sich in kleinen Zwischenräumen zwischen dem Zucker befindet. Genauer betrachtet ist das Leuchten, das wir auch Tribolumineszenz nennen ein Feuerwerk von Stickstoffatomen, die angeregt wurden. Was bedeutet das schon wieder? Stickstoff ist ein Hauptbestandteil von Luft also auch Hauptbestandteil in den Lücken des Zuckerwürfels. Zerstören wir den Zuckerwürfel reiben sich die Zuckerstückchen aneinander und laden sich. Wir haben über diese Reibungselektrizität schon in vielen anderen Versuchen gesprochen. Diese Ladungen können den Stickstoff zum Leuchten anregen. Damit haben wir dieses rätselhafte Phänomen schon sehr tief betrachtet. Bleibt noch zu sagen, dass wir die Tribolumineszenz noch an anderen Stellen wiederfinden und zwar immer dann, wenn wir kleine Dinge schnell voneinander trennen, wie zum Beispiel beim schnellen Abziehen von Klebeband, dem Öffnen von Briefumschlägen oder Plastikverschlüssen. Testet im Dunkeln. Das Phänomen ist noch nicht abschließend wissenschaftlich erforscht. Vielleicht macht ihr das ja?

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