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News | 06.03.2021

Carbon Brücken

In der Automobilbranche hat der Einsatz von Kohlefaserverstärkten Kunstoffen schon zu einer deutlichen Gewichtseinsparung bei zusätzlich zunehmender Belastbarkeit geführt. Bei Bauwerken wird nun auch versucht die guten Eigenschaften der Kohlefaser zu nutzen.

Denn Brücken aus Stahlbeton haben einen gewaltigen Nachteil. Sie fangen mit der Zeit an zu rosten und werden brüchig. So sind viele Brücken die in den 70er Jahren gebaut wurden, und eigentlich für die Ewigkeit halten sollten mittlerweile stark renovierungsbedürftig da mit den Jahren immer mehr Feuchtigkeit in den Beton eingedrungen ist und die Stahlverstärkung im Inneren korrodiert ist. Damit lässt die Tragfähigkeit stark nach denn der Rost lagert sich an den Stahlstreben an, vergrößert diese im Prinzip und sprengt den Beton regelrecht auf. 

Die Stahlverstärkung im Beton hat den gleichen Zweck wie die Carbonfaser im Kunststoff. Sie geben dem Material eine bessere Zug-/Biegefestigkeit. Noch sehen wir aber kaum Gebilde aus dem neuen Werkstoff. Denn für die Kunststoffverstärkung gibt es schon zugelassene Fertigungsverfahren und Testabläufe um die Tragfähigkeit des Materials festzustellen. Für den carbonverstärkten Beton ist das bisher nicht der Fall aber da die Verfahren für die Zulassung bereits laufen ist bald mit neuen Bauformen von Bauwerken zu rechnen. Durch die besseren Materialeigenschaften von Carbonbeton sind neue Formen möglich, es wird weniger Material benötigt und damit möglich dünner zu bauen. 

Bleibt zu hoffen, dass auch in 40 Jahren diese Bauwerke nicht marode werden. 

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