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Warum Wasser Strom leiten kann
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Elektrischer Strom entsteht, wenn sich elektrische Ladungen bewegen. In Metallen übernehmen Elektronen diese Aufgabe. In Flüssigkeiten funktioniert das jedoch anders.
Reines Wasser besteht aus neutralen Molekülen mit der Formel H₂O. Diese Moleküle tragen keine vollständige elektrische Ladung, die sich frei bewegen könnte. Deshalb ist vollkommen reines Wasser eigentlich ein sehr schlechter elektrischer Leiter.
Damit Strom durch Wasser fließen kann, müssen geladene Teilchen vorhanden sein. Diese Teilchen nennt man Ionen.
Ionen entstehen, wenn Atome oder Moleküle Elektronen verlieren oder aufnehmen und dadurch eine elektrische Ladung bekommen. Manche Ionen tragen eine positive Ladung, andere eine negative.
Wenn solche Ionen im Wasser gelöst sind, können sie sich frei durch die Flüssigkeit bewegen. Legt man eine elektrische Spannung an, beginnen sich diese geladenen Teilchen zu bewegen. Positive Ionen wandern zur negativen Elektrode, während negative Ionen zur positiven Elektrode wandern.
Durch diese Bewegung entsteht ein elektrischer Strom.
Normales Trinkwasser enthält viele gelöste Stoffe aus der Umgebung. Wenn Wasser durch Boden und Gestein fließt, lösen sich Mineralien und Salze darin. Dabei gelangen verschiedene Ionen ins Wasser, zum Beispiel Calcium-Ionen, Magnesium-Ionen, Natrium-Ionen oder Chlorid-Ionen.
Diese Ionen sorgen dafür, dass Leitungswasser Strom deutlich besser leiten kann als vollkommen reines Wasser.
Destilliertes Wasser enthält dagegen fast keine gelösten Ionen. Deshalb leitet es elektrischen Strom nur sehr schlecht.
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