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Unsichtbare Ordnung – Wo Magnetismus wirklich beginnt
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Magnetismus beginnt nicht an der Oberfläche eines Metalls, sondern im Innersten seiner Atome. In jedem Atom bewegen sich Elektronen, und diese Elektronen besitzen einen sogenannten Spin. Der Spin ist wie ein winziger Magnetpfeil, der eine bestimmte Richtung zeigen kann. In den meisten Stoffen sind die Spins aller Elektronen ungeordnet. Ein Spin zeigt nach links, ein anderer nach rechts, und so heben sich die Richtungen gegenseitig auf. Dadurch ist das Material nach außen nicht magnetisch.
In manchen Metallen wie Eisen, Nickel oder Kobalt können sich viele dieser Spins jedoch gemeinsam ausrichten. Es entstehen kleine Bereiche, sogenannte Domänen, in denen die vielen Elektronen wie ein Team in dieselbe Richtung zeigen. Obwohl jede Domäne bereits wie ein kleiner Magnet wirkt, merkt man davon nichts, solange die Domänen im ganzen Metallstück durcheinander ausgerichtet sind. Erst wenn viele Domänen dieselbe Richtung annehmen, entsteht ein erkennbarer Magnet. Magnetismus ist also die sichtbare Folge einer unsichtbaren Ordnung: Elektronen, die im gleichen Takt „zeigen“.
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