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Die Wächter der Ionen – Wie Kanäle nur bestimmte Teilchen durchlassen
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Ein Ionenkanal ist nicht einfach ein offenes Rohr, sondern seine Innenwände bestehen aus Aminosäuren. Jede Aminosäure bringt eigene Atome mit, deren Elektronen elektrische Felder bilden. Diese Felder ziehen bestimmte Ionen an und stoßen andere ab. Zum Beispiel passt ein Natrium-Ion gut, weil es die richtige Größe und Ladung hat – seine Elektronenwolke und die der Aminosäuren im Kanal ergänzen sich. Ein Kalium-Ion dagegen ist größer, seine Elektronen sitzen weiter außen, und dadurch passt es nicht richtig in das Kraftfeld des Kanals. Man kann sich das wie eine Form aus Magneten vorstellen: Nur Kugeln mit der richtigen Größe und dem passenden Magnetpol können hindurchrollen. So entscheiden die Elektronenfelder im Inneren des Kanals, welche Ionen hindurchdürfen und welche nicht. Die „Wächterrolle“ übernehmen also nicht Menschen, sondern die unsichtbaren Kräfte der Atome selbst.
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